noch ein jahr (10.3.1995)

wieder schwarzgetünchter himmel
leergefegt durch sternenglitzern
unendlich weit erscheint der mond

überwältigt legt sich ein gefühl zurecht

tief erschüttert mit mond angefüllt
wirbelt angesichts des leeren himmels
innen alles durch und durch

gnadenlose strudel umklammern die erhabenheit

eine gewissheit traut sich nicht
ans sternenlicht zu treten
voller banger ahnung des grauens

preiset die morgenröte preiset die dämmerung

so lange ätzender rotz sich nicht
in salzigen tränenfluss gebettet
wiederum unerfüllbar einen weg sucht

durch leere schwarze nächte
in wirbelnder schwerelosigkeit
mit bangen gewissheiten
der dämmerung eines morgens
ohne träumende blaue vögel

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